Neuigkeiten 2020                                                                          Backen und Leben in Zeiten von Corona

Leider ist alles anders gekommen wie wir alle gedacht haben.

Ich glaube keiner hat das voraus sehen können.

Das Virus hat uns fest im Griff und auch gesundheitlich ging es bei mir in den letzten Monaten extrem rauf und runter.

Am Anfang der Pandemie fing ich wieder intensiver an zu backen, denn wenn ich mich nicht versucht hätte ab zu lenken und nichts getan hätte, wäre ich am Ende gewesen.

Der Austausch bei Facebook war und ist für mich sehr wichtig. Auch das mobilisieren meiner Kräfte und Fähigkeiten, Denn immer wenn ich depressive und irrationale Phasen habe, ist das Gefühl da, gar nichts mehr zu können. Es dauert, mich soweit wieder hin zu bekommen, dass ein relativ normaler Alltag eintritt. Was ist nur normal im Moment, was ist normal für mich?

Es sind immer noch Zweifel und Unsicherheiten an der Tagesordnung, in der Welt und auch bei mir. Es wird aber besser, so habe ich das Gefühl.

Zur Zeit finde ich es sehr wichtig, dass ich mich schönen Dingen widme, wenn es irgend geht, um auf andere Gedanken zu kommen. Auch vielleicht über das Leben in Ruhe nach zu denken.

Was ich gerade  sehr intensiv mache. In den letzten zwei Jahren habe ich viel über mich gelernt, einige wissen ja, das ich eine Fortbildung im psychiatrischen Bereich gemacht habe, sozusagen eine Fortbildung über das eigene Leben. Anfangs glaubte ich noch, bez. hatte ich die Hoffnung, doch noch mal, wenn es nur Stundenweise ist, einer kleinen Tätigkeit außerhalb des Hauses nach gehen zu können. Dann kamen Monate, wo ich mich selbst verloren habe und viel emotionalen Blödsinn gedacht, gefühlt und gemacht habe, Heute zeigt es mir....tatsächlich wirst Du in der klassischen Form nichts mehr auf die Beine stellen, ich schaffe es einfach nicht, stehe mir selbst im Weg, bin nicht belastbar, auch mein Auftreten bei Terminen ist sehr unsicher, nicht überzeugend, oftmals ambivalent. Schriftlich geht es schon besser. Ich denke mal auch, dass ich zu sensibel bin in vielen Momenten, da mich im psychiatrischen Wesen zu viel selbst betraf, was ich leider nicht ausblenden konnte.

 

Jetzt bin ich wieder zu Hause, mit Leib und Seele, habe nach langer Zeit ein großes Kapitel in meinem Leben beendet und nun hoffe ich, mich soweit mal etwas länger stabiler zu halten.

 

Da ich mich zu Hause am sichersten fühle, dass war auch vor Corona so, wage ich z. Z. keine Experimente mehr. Im gewohnten häuslichen Umfeld komme ich mir ganz normal vor, mittlerweile kann ich auch wieder lachen, auch wenn diese Zeit alles andere als zum Lachen ist.

Wenn ich schreibe, backe oder sonst wie kreativ bin, fühle ich mich auch relativ normal. Wenn ich sehe, was der Tag gebracht hat. Manchmal habe ich auch ein Glücksgefühl, wenn mir etwas gut gelungen ist.

In den letzten Wochen musste ich mir eingestehen, das Träume zerplatzen, habe aber wieder Hoffnung, dass andere Träume kommen, vielleicht Träume über die wesentlichen Dinge im Leben.

Wir müssen diese Zeit überstehen. Niemals aufgeben, auch wenn man nah dran war.

 

Das ich so etwas auf meine Backseite schreibe......nun, das bin ich, dass wissen die meisten ja. Und sie ist ein großer Teil von meinem Leben.

Psychische Erkrankungen sind ein sehr ernst zu nehmendes Thema, etwas, was man dem Menschen oftmals nicht ansieht/anmerkt und leider wird diese Problematik immer noch zu wenig in der breiten Öffentlichkeit thematisiert. Es herrschen immer noch viele Vorurteile, auch die Schwierigkeiten im Alltag die dadurch auftreten, finden oftmals wenig Akzeptanz. Deswegen mache ich das immer wieder zum Thema...trotz Corona, oder gerade deswegen...

 

Bitte bleibt gesund und bis bald in besseren Zeiten!