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Nun das Jahr hatte es in sich. Das Backen wurde leider aufs Minimum reduziert, da ich eine Fortbildung zur EX-IN Genesungsbegleiterin für psychisch beeinträchtigte Menschen gemacht habe. Das ist eine Ausbildung, wo Menschen, die selbst eine psychische Problematik hatten/haben, lernen mit Ihren Erfahrungen unterstützend, beratend und begleitend, den Betroffenen zur Seite zu stehen. Das war eine sehr schwere Fortbildung, da sie erst richtig im psychiatrischen Wesen etabliert werden muss, es gibt sie noch nicht so lange. Somit war das für viele, absolutes Neuland, ohne konkrete Festsetzung der Aufgaben, was aber auch von Vorteil sein kann, da jeder Teilnehmer andere Erfahrungen und Stärken hatte, die er im Beruf dann anwenden kann. Wir mussten uns sehr mit uns selber auseinander setzen. Für mich war diese Fortbildung in soweit wichtig, um langsam aus meinem Schneckenhaus hinaus zu kommen und mich aktiver am täglichen Leben zu beteiligen. Träume von einer Berufstätigkeit musste ich leider hinten an stellen, da ich meine Belastbarkeitsgrenze sehr zu spüren bekam. Denn noch halte ich den Beruf für sehr wichtig und ich werde das Erlernte bestimmt auf eine andere Art ein setzen können. Es fängt schon mal damit an, dass ich jetzt ganz offen über meine Erkrankung rede und auch schreibe. 

 

Doch in den Einrichtungen, wo ich meine Praktikas machte, kam das Backen auch öfters zum Einsatz, unter anderem zur Tagesstrukturierung, Förderung von alten Fähigkeiten, Freudenspender und zum geselligen Beisammensein. Für viele Menschen, gerade die, die in Wohneinrichtungen für chronisch Erkrankte Menschen leben, war es eine schöne Abwechslung, auch wenn sie es nicht immer zeigen konnten. Mir hat es oft viel Spaß, aber auch nachdenklich gemacht.

Zur Zeit ist das Backen aber auch mein Kraftspender, da ich sehr niedergeschlagen bin und ein wenig enttäuscht von mir selber.

 

Jetzt bin ich am überlegen, wie es mit mir weitergeht. Ich dachte mir, dass ich in der Zukunft ein Backangebot in diesem Bereich anbieten möchte. Auch war eine Überlegung, jetzt im Winter, für unseren wohnungslosen Menschen zu backen. Ehrenamtlich und im kleinen, von mir zu bewerkstelligenden Ausmaß. Was daraus wird, werde ich berichten. Ob sich etwas entwickelt, wie sich was entwickel, mal schauen. Es würde mir auf jeden Fall Freude machen. 

Aber jetzt erst einmal ein Schritt nach dem anderen. Zuerst muss ich mich wieder hier und bei Facebook einarbeiten. 

Natürlich werde ich mich jetzt wieder ins Gebackene stürzen, Fondant möchte ich soweit nicht mehr verwenden und lieber wieder ins Natürliche gehen. Mal schauen was die Zeit so bringt....auf jeden Fall findet immer eine Weiterentwicklung statt und das ist auch das Schöne an dieser Aufgabe.

Eigene gesundheitliche Probleme treten von mal zu mal in den Hintergrund, denn für mich gibt es nichts schöneres mit den Händen, aber auch mit dem Kopf etwas zu erschaffen. Und wenn ich anderen noch eine Freude bereiten kann,  umso besser!

 

Alles ist sehr spannend, aber leider auch ein wenig ungewiss.

Eure

Konditorin in Rente

 

Himbeertörtchen auf Mandelböden.

Der Kurs war begeistert und ich über die Reaktion sehr überrascht. Es war aber auch der wirklich magische Moment für mich, ich habe das erste Mal frei vor so vielen Menschen reden und präsentieren können. Ich hatte da schon Träume, war aber noch weit entfernt sie umsetzen zu können.

Rustikales aus dem Ofen und aus der Pfanne